Familie Kozlowski verliert Heim Brand in Altenstädt: Blitzeinschlag ist doch Brandursache HNA-Bericht vom 24.7. Altenstädt. Nach dem Brand eines Bauernhofes in Naumburg-Altenstädt steht nun die Ursache fest: Am Morgen haben Brandursachenermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo die Brandstelle untersucht und Zeugen befragt. Als Brandursache kommt demnach nur ein Blitzeinschlag in Betracht, da neben einer sehr schnellen Ausbreitung des Feuers auch Überspannungsschäden bis in die Nachbarschaft festgestellt wurden. Mittlerweile liegen auch verschiedene Zeugenaussagen vor, die einen Blitzeinschlag untermauern.
Nicht mehr zu retten: Haus und Scheune der Familie Kozlowski in der Wolfhager Straße 9 Die Familie kam vorübergehend bei Nachbarn unter und wohnt jetzt in einer seit kurzem unbewohnten Wohnung in der Schillerstraße - nicht weit entfernt von ihrem Grundstück.
Die Schadenshöhe wurde von der Kripo mit 300.000 Euro angegeben. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die von dem Brand betroffene Familie kam zunächst in der Nachbarschaft unter.
Die richtigen Worte am Tag nach dem Großbrand in Altenstädt fand Bürgermeister Stefan Hable, als er am Mittwochvormittag vor Ort das Gespräch mit den Betroffenen suchte: „Bei aller Tragik, es hätte weitaus schlimmer kommen können.“ Dass letztendlich nur die Scheune und Teile des Wohnhauses betroffen sind, ist angesichts der dichten Bebauung an der Wolfhager Straße nicht erwartbar gewesen. „Deswegen waren wir mit so vielen Einsatzkräften vor Ort. Manche Wehren haben sich fast ausschließlich um den Schutz der Nachbarhäuser gekümmert“, sagte Einsatzleiter Thomas Heger.
Statiker prüft Bewohnbarkeit Hausbesitzer Andrzej Kozlowski rang am Mittwochmittag um Worte: „Der Nachbar hat das Feuer bemerkt und zwei Minuten später stand alles in Flammen.“ Kozlowski, der beim Ausbruch des Feuers mit Frau und Tochter allein im Haus war, ist jetzt vorübergehend bei Nachbarn untergekommen. Zurück in sein Haus kann er vorerst nicht. Zwar ist von dem Wohnhaus nur der Dachstuhl abgebrannt, das Obergeschoss wurde durch Rauch und Löschwasser aber stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Statiker muss die Stabilität prüfen, bevor das Haus wieder betreten werden darf.
Die Brandwache, die die ALtenstädter Feuerwehr abhielt wurde von der Kriminalpolizei Kassel am Mittag gegen 12 Uhr für beendet erklärt. Im Laufe der Nacht mussten der Altenstädter Wehrführer Martin Kreutz und seine Mitarbeiter mehrfach nachlöschen. „Ganz normal bei so vielen Glutnestern“, sagte Heger. Lobende Worte fanden sowohl Kreutz als auch Heger für das Verhalten der Anwohner. Die hatten während der gesamten Einsatzzeit die Feuerwehrleute mit Getränken und Sitzgelegenheiten versorgt. Für die Brandwache gab es sogar Grillwürstchen, Schokoriegel und Gebäck.
Von Lasse Deppe (HNA)
Ergänzung:
Der Magistrat der Stadt Naumburg hat wie bereits beim Brandfall der Familie Völker in Naumburg ein Spendenkonto eingerichtet. Spender können auf folgendes Konto einzahlen: Kasseler Sparkasse (BLZ: 520 503 53) ,Spendenkonto Nr. 1063239341 Das Geld wird anonym an die Familie Kozlowski weitergeleitet.
Große Hilfsbereitschaft! Sowohl während der Brandbekämpfung als auch danach zeichneten sich viele Altenstädter als äußerst hilfsbereit aus. Von Getränken und Essen für Helfer und Opfer bis hin zu Kleidung, Wohnraum und Geldspenden ging dabei die Hilfsbereitschaft. Vielen Dank!
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