Naschgarten in Altenstädt kommt (Bericht aus den Naumburger Nachrichten aus 09/2002)
Irmgard Reitze war es, die als Ortsbeiratsmitglied in der letzten Legislaturperiode den Vorschlag machte, auf der Freifläche im Neubaugebiet „An der kleine Hardt“ in Altenstädt einen „Naschgarten“ anzulegen. Anfangs etwas belächelt wurde die Idee aber weiterverfolgt und von Ortsvorsteher Bernd Ritter zu Beginn des letzten Jahres erneut auf die Tagesordnung gebracht. Bei der Freifläche handelt es sich um eine über 4000m² umfassende Magerwiese, die gemäß Bebauungsplan als Kuppe unbebaut bleiben soll. Nach einer ersten Vorort-Besichtigung wurde in einer weiteren Sitzung der in Altenstädt wohnhafte Landschaftsgärtner Friedrich Klei eingeladen. Mit seiner Hilfe konnte das Projekt „Naschgarten“ konkrete Formen annehmen, insbesondere nachdem er dem Ortsbeirat seine Planung vorgestellt hatte. Gepflanzt werden sollen heimische Beerengewächse bis hin zu zwei Walnussbäumen. Parkähnliche Formen soll das Areal durch Anlegen von zwei Wegen erlangen. Ein Zaun und die Wege werden zu einen späteren Zeitpunkt im Herbst oder Frühjahr 2003 aufgestellt bzw. gestaltet. Zusammen mit den Vereinsvertretern Altenstädts und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern soll die Anpflanzung nun 16.März 2002 erfolgen – eine gemeinsame Aktion des ganzen Dorfes, hofft Ortsvorsteher Bernd Ritter. Und die Kosten? Die Pflanzen haben eine Wert von etwa 740€, die durch Spenden finanziert werden. Wie soll der Naschgarten nun genutzt und gepflegt werden? Alle Altenstädter sollen die Möglichkeit haben, die öffentliche Fläche zu betreten und auch zu „naschen“. Dienen soll der Naschgarten aber auch besonders den Kindern des Kindergartens als Anschauungsobjekt. Andrea Groß vom „Regenbogenland“ begleitet das Projekt, die Kinder werden den Naschgarten in dessen Entwicklung verfolgen können und natürlich auch die Früchte pflücken und schmecken dürfen. Darüber hinaus soll das Areal einfach nur ein schöner und anziehender Ort sein und auch den Anliegern im Neubaugebiet als Ruhezone dienen. Für die Pflege verantwortlich ist letztendlich der Ortsbeirat und der Ortsvorsteher. Zugesagt wurden schon fachkundige „Beobachtungen“ durch einige Altenstädter, die dem Ortsbeirat entsprechende Hinweise geben werden, wenn es etwas zu tun gibt. Bei Bedarf sind dann Helfer und Helferinnen gesucht, die bei der Pflege der Anpflanzungen und Wege helfen. Auch der Kindergarten will seine Hilfe bei Bedarf anbieten. Letztendlich soll nach den Willen des Ortsbeirates der Garten aber kein „aufgeräumtes Wohnzimmer“ werden, die Pflanzen sollen sich vielmehr so weit als möglich natürlich entfalten können. Die Magerwiese soll nach wie vor durch die Stadt Naumburg ein bis zweimal im Jahr gemäht werden. Nun darf man gespannt sein, was am Samstag, den 16.März entstehen wird. Start ist um 9.00Uhr, Hacke, Schubkarre, Rechen und Spaten sollten mitgebracht werden. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Nur bei ganz schlechten Witterungsverhältnissen wird der Pflanztermin einfach um eine Woche verschoben.
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