Vor 50 Jahren wurde die Schützenvereinigung Altenstädt gegründet Anfang mit Vogelflinten HNA-Online 12.3.2010
Altenstädt. Mit zwei privat gekauften Knicklaufgewehren, von den Schützen auch als Vogelflinten bezeichnet, fing die Geschichte der Schützenvereinigung Altenstädt vor 50 Jahren an. Trainiert wurde damals in Schlutzens Gasthaussaal, wo auch Wettkämpfe ausgetragen wurden.
Ende 1959 trafen sich auf Initiative von Hans Riedel in der Gaststätte Schlutz Walter Höpfl, Walter Kessler, Erich Franz sowie Hans, Ge org und Adam Schlutz mit dem Vorsatz, einen Schützenverein zu gründen. Das wurde Anfang 1960 in die Tat umgesetzt. Unterstützung fanden die Altenstädter durch den Schützenverein Martinhagen. Neben den heutigen Schauenburgern gab es damals im Altkreis Wolfhagen nur noch den Schützenverein in Dörnberg. Ein eigener Schützenkreis Wolfhagen bestand noch nicht, dessen Gründung erfolgte erst einige Monate später. Deshalb schlossen sich die drei Vereine dem Schützenkreis Kassel an. Ein bemerkenswertes Datum der Altenstädter Schützen ist die Jahreshauptversammlung vom 9. Januar 1966, beschloss man da nämlich auch die Aufnahme von Frauen in den Verein. Das sorgte für einen Mitgliederzwachs, sodass man im Gasthaussaal eine zweite mobile Schießbühne baute und dadurch über sechs Schießbahnen verfügte. Als 1973 das Gasthaus Schlutz schloss, stand man ohne Wettkampfstätte da, und dem Verein drohte das Aus. Das verhinderte man, in dem die Altenstädter mit dem Naumburger Schützenverein eine Wettkampfgemeinschaft bildete. Als sich der Kernstadtverein auflöste und wieder kein Platz für Wettkämpfe vorhanden war, kauften die Altenstädter eine Holzbaracke. Die wurde auf dem Grundstück der Ortsgaststätte Spring aufgebaut, wobei man in Verbindung mit dem Saal fünf Stände besaß. Als auch das Gasthaus Spring die Pforten schloss, hing 1980 die Vereinsexistenz erneut am seidenen Faden. Retter in der Not waren erneut die Frauen, die sich zahlreich dem Verein anschlossen. Den Fortbestand sicherte dann endgültig das 1986 eingeweihte Dorfgemeinschaftshaus mit einem modernen Schießstand für Druckluftwaffen sowie einem Vereinsraum. Dafür leisteten die Altenstädter Schützen freiwillig fast 1500 Arbeitsstunden. Mit dem neuen Domizil konnte auch die Nachwuchsarbeit intensiviert werden. (zih) Foto: Nostalgie: Eines der 1960 bei der Gründung der Schützenvereinigung Altenstädt privat gekauften zwei Kipplaufgewehre ist noch heute in Vereinsbesitz. Das Erinnerungsstück hält Karl-Heinz Meile in den Händen, der seit 50 Jahren Mitglied ist. Foto: zih
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