In 2010 sollte im Semmet die zweite “Naumburg Tour 2010 stattfinden. Der Magistrat unter Führung vom Bürgermeister und das Ordnungsamt stellten aber so hohe und - nach Meinung des Ortsvorstehers - absurde Auflagen, dass die Wolfhager “Car-Styling-Crew” das Treffen im Semmet absagte. Die Pressemitteilung unten wurde vom Ortsvorsteher Bernd Ritter zurückgezogen, nachdem der 1. Vorsitzende der Crew aus Naumburg nach Rücksprache mit dem Bürgermeister und der HNA seine Angst beteuerte, die Berichterstattung durch die HNA könne ein schlechtes Bild auf die Veranstaltung, den Verein und sogar sein Geschäft werfen. Die Pressemitteilung nun hier - zumindest die Altenstädter sollten über den Vorgang informiert werden!
Hier geht es zur Veranstaltung in 2009
Die nicht veröffentlichte Pressemitteilung an die HNA aus 02/2010:
„Naumburg Tour 2010“ mit hohen Auflagen Unverständnis über Magistratsbeschluss Der Naumburger Magistrat hat in Abstimmung mit dem Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald Bedingungen formuliert, unter denen eine zweites „Car-Tuning-Treffen“ auf dem Altenstädter Festplatz mit Grillhütte stattfinden könnte. Hintergrund: In 2009 hatte die „Car-Styling Crew“ Wolfhagen, der auch aus Naumburger Mitgliedern besteht, ein erstes Treffen mit etwa 80 Teilnehmern durchgeführt. Insgesamt gab es nach Erkenntnis der ehrenamtlichen Grillhüttenaufsicht (die Grillhütte wurde durch die Altenstädter Vereinsgemeinschaft gebaut) und des Ortsvorstehers eine ordnungsgemäße Nutzung der Anlagen. Allerdings gab es Beschwerden seitens einiger Anwohner, wobei es insbesondere um die Verkehrsprobleme in den angrenzenden Straßen ging. Mindestens zwei Anwohner beschwerden sich darüber hinaus über die Veranstaltung grundsätzlich im Bezug auf Lärm und andere „Unannehmlichkeiten“. Daraufhin hatte Bürgermeister Stefan Hable zu einem Termin mit der Ordnungsbehörde, dem Hausmeister Werner Gerhold und Ortsvorsteher Bernd Ritter eingeladen. Dieser teilte mit, dass aus Sicht der Altenstädter Vereine durchaus aus den Erfahrungen der ersten Veranstaltung Bedingungen formuliert werden sollten insbesondere die Verkehrsführung, Umweltschutz und den Lärmpegel betreffend. Aber grundsätzlich begrüße man solch eine überörtliche Veranstaltung, die neben dem Bekanntheitsgrad der Stadt auch Geldmittel einbringe. Außerdem profitierten durch der Veranstaltung lokale Gastronomie, Übernachtungsanbieter sowie Landwirte. Die Bedingungen, die aber nun gestellt wurden, könnten nur den Schluss zulassen, dass man in Naumburg eine solche Veranstaltung auf öffentlichem Gelände verhindern möchte, so der Ortsvorsteher. So würden willkürlich die Teilnehmer begrenzt, die Kosten verdoppelt und Sicherungsmaßnahmen gefordert, die einer solchen Veranstaltung auch aufgrund der Erfahrung des letzten Jahres völlig überzogen erscheinen. Höhepunkt ist die Forderung eines „Sichtschutzes bei Vorführungen durch unbekleidete ‚Damen’ zum Schutz von Kindern und Jugendlichen“. Im letzten Jahr gab es als einen der angekündigten Programmpunkte – wie andernorts auch durchgeführt – ein Autowaschen mit Frauen „oben Ohne“. Es sei sicher jeden überlassen, solche Aktionen zu bewerten, eine Kommune bzw. Staat sollte sich aber rein darauf beschränken, dass Gesetze eingehalten werden. Hier nimmt die Stadt nun die Rolle eines „Wächterstaates“ ein, wie wir es aus anderen Ländern kennen, so der Ortsvorsteher. Wenn Jugendliche bei Veranstaltungen (mit Eintrittspreis und bekanntem Programm, d.h. niemand wird gezwungen, die Veranstaltung zu besuchen) durch freizügige Frauen moralisch gefährdet würden, dann müsse man nicht nur alle deutschen Nord- und Ostseeinseln für Jugendliche und Kinder unzugänglich machen, sonder auch Fernsehübertragungen beschränken. Auch die Forderung von „verdeckten und offensiven“ Kontrollmaßnahmen während der Veranstaltung durch Polizei, Jugendamt und Ordnungsamt sei nicht verhältnismäßig. Größere Zwischenfälle seien aus dem letzten Jahr nicht bekannt. „Dann müssten auf einer Kirmes oder Viehmarkt jede Menge verdeckte Ermittler eingesetzt werden – außerdem klingt das schon fast einwenig nach Willkür“, so Ritter weiter. Und das alles, obwohl man noch zusätzlich private Security-Dienste vorschreibt. Wer bei der Veranstaltung war, könne dies alles nicht nachvollziehen. Die Veranstaltung wird nun aufgrund der Forderungen wohl nicht stattfinden, „Naumburg bleibt moralisch und sittlich sauber“, eine Minderheit hat sich hier durchgesetzt, so Ritter abschließend ironisch.” Bernd Ritter Ortsvorsteher Altenstädt
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